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Hilfeleistungskontingenteinsatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Hilfeleistungskontingenteinsatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Kräfte aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg unterstützen im Rahmen des Hilfeersuchens

Vom 20. Juli 2021 bis zum 24. Juli 2021 wurde das Kontingent Aschaffenburg im Rahmen des Hilfeersuchens des Landes Rheinland-Pfalz über das Land Bayern und der Regierung von Unterfranken ins Flutkatastrophengebiet gerufen. Alarmiert wurde das Hilfeleistungskontingent „Hochwasser/Pumpen“.

Die 186 Personen umfassende Mannschaft bezog für 5 Tage eine Unterkunft in der ehemaligen Kaserne am Flughafen in Mendig und richtete dort Übernachtungsmöglichkeiten, Versorgung und Verpflegung sowie einen Meldekopf der insgesamt drei bayerischen Kontingente (Aschaffenburg, Miltenberg und Bayreuth) ein.

Das Einsatzgebiet des Aschaffenburger Kontingents war die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, welche von der Flutkatastrophe ebenfalls schwerst betroffen war.

Durch die unbürokratische Unterstützung der Fireboard GmbH konnten wir mit dem Programm den Abschnitt perfekt führen und hatten jederzeit – gerade durch die georeferenzierte Unterstützung in fremder Umgebung – eine dynamische Lageübersicht der Einsatzstellen.

Frank Wissel

Kreisbrandrat - Kontingentsführer Stadt und Landkreis Aschaffenburg

Aufgaben des Kontingents vor Ort

Nach dem Aufbau der Infrastruktur zur eigenen Unterbringung und ersten Erkundungen, waren Teile der Mannschaft fortwährend mit dem Räumen von Straßen, dem Säubern von Häusern und Kellern beschäftigt. Des Weiteren wurde eine provisorische Trinkwasserversorgung im Pendelverkehr mit IBC Behältern für die Anwohner eingerichtet.

Auch der Abtransport von Sperrmüll und Geröll mit Wechselladerfahrzeugen war Teil der Aufgaben.

Schweres Gerät erforderlich

Für diese Art des Einsatzes umfasste das alarmierte Kontingent 40 Fahrzeuge mit zahlreichen Anhängern. Viele Spezialfahrzeuge mit Sondergeräten zur Schmutzwasserförderung, Stromversorgung und Beleuchtung ergänzten die klassischen Löschzüge und Logistik-komponenten.

Noch vor Ort wurde ein brandneuer Abrollbehälter DekonP (Personen) in Betrieb genommen, dessen offizielle Übergabe an die Mannschaft noch aussteht.

Die Voraussetzung: 72 Stunden autarkes Arbeiten

Um im Katastrophengebiet autark arbeiten zu können unterstützte eine mehr als 22-köpfige Mannschaft für Versorgung und Materialerhaltung.

Dank dieser Mannschaft können Kräfte und Mittel solche Einstätze durchstehen.

Der Malteser Hilfsdienst Aschaffenburg ist fester Bestandteil des Kontingents und leistete vor Ort sanitätsdienstliche Betreuung der Helfer und führte die Reiseapotheke der Truppe.

Viele Hände und unzählige Aufgaben erfordern Höchstleistungen der Führungseinheit

Das Kontingent aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg richtete vor Ort in Ahrweiler eine Abschnittsleitung ein, um für die eigenen Kräfte alle Maßnahmen koordinieren zu können. Dem ELW vor Ort fehlte noch eine angemessene digitale Softwareunterstützung, um die Herausforderung der Einsatzführung meistern zu können. Mittel der Wahl für solche Lagen war Fireboard. Das verfügbare Personal hatte bereits Fireboard-Kenntnisse aus den heimischen Feuerwehren und organisierte umgehend und unbürokratisch die Softwarebereitstellung in Zusammenarbeit mit der Fireboard Kundenbetreuung.

Es wurden innerhalb kurzer Zeit zwei vollständige Arbeitsplätze bereitgestellt, die Software heruntergeladen und mit der Arbeit begonnen. Im Verbund des lokalen Netzwerkes gelang es so die Führungsaufgaben und Dokumentation abzubilden und parallel an beiden Arbeitsplätzen zu arbeiten. Dies förderte vor allem eine vollständige und transparente Dokumentation im Einsatztagebuch über den kompletten Verlauf des Einsatzes. Der 1. Arbeitsplatz übernahm die Aufgaben der Erfassung eingehender Aufträge, welche anschließend vom 2. Arbeitsplatz an die verfügbaren Kräfte disponiert wurden. Die Verwaltung von Einsatzmitteln und der insgesamt 4 Einsatzabschnitte sowie das Führen der Lagekarte konnte ebenfalls vom 2. Arbeitsplatz übernommen werden.

Den Führungskräften der Kreisbrandinspektion und der UG-ÖEL stand so zu jeder Zeit ein aktuelles und umfassendes Lagebild der fremden Örtlichkeiten zur Verfügung. Durch die zielgerichtete Disposition konnte das zur Verfügung stehende Personal und Material effizient eingesetzt werden, um die ca. 100 Einsatzstellen im Schadensgebiet zu bewältigen.

Rückkehr und Abschlussbericht

Nach 5 Tagen im Landkreis Ahrweiler endete der Kontingenteinsatz für die Mannschaft aus Unterfranken. Nach Ankunft in Aschaffenburg und dem ehrwürdigen Empfang durch Landrat und Oberbürgermeister, wurden die Kameraden nach umfassenden Corona-Tests entlassen. Die Führungskräfte und Verantwortlichen stellten sich nach einem Abschlussbericht den Presse- und Medienvertretern.